MyJaniza

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SIE LAG AUF DEM RÜCKEN, die vermeintlich letzten Sonnenstrahlen pinselten ihre Haut.

Ihre Mundwinkel fielen schwer an ihren Wangen herab und zogen ein Lächeln über ihr Gesicht.
Der Sommer war fast vorbei. Nein, falsch: Der Sommer hatte in diesem Jahr doch nie wirklich begonnen! Und jetzt gaukelten der blassblaue, wolkenlose Himmel und die von der Sonne erwärmte Luft ihr eine Art Spätsommerabend vor! Berlin schien sich bald in seine hässlichsten Monate verabschieden zu wollen. Vor grau, kalt sollte es noch ein wenig gelb, warm geben.
Die Bank, auf der sie lag, stand mitten auf dem Rasen. Ein paar Meter weiter spielte ein Vater mit seiner Tochter Federball. Sie quietschte vergnügt.

Große Philosophen suchten schon früh, und suchen noch immer, nach dem eigentlichen, endgültigen Ziel. Nach dem Zweck, den wir letztlich instinktiv zu erfüllen versuchen.

Es war kompliziert.
Sie kaute auf ihrer Unterlippe.
Früher waren die Dinge eindeutiger. Die Struktur erfüllte verlässlich ihren Dienst. Mittel und Zweck folgten unmittelbar und absehbar aufeinander. Manchmal wünschte sie sich ihre sieben Quadratmeter zurück, in denen das Nachtlicht in der Steckdose Sonne, Mond und Sterne leuchten ließ.

Heute wurde die Abfolge komplexer und die Ketten immer länger. Der Zweck und das Ziel verschwammen oft hinter ihren Mitteln. Trotzdem war sie bereits auf dem Weg. Zurück ging es nicht. Der Trübe folgte Klarheit, oder umgekehrt. Manchmal funktionierte es gut.
Wünsche verpuffen, Wunder geschehen.

Es wurde etwas windig, und die Autos schienen plötzlich irgendwie schneller zu fahren. Trotzdem war auf den Spätsommer heute tatsächlich Verlass.

Der Schatten auf ihrem Gesicht verwehrte der wärmenden Sonne unmittelbar ihren Dienst.
Sanft legte er seine Lippen auf ihre. Sie griff nach seinem Nacken und hielt ihn fest. Minutenlang lagen so ihre Lippen aufeinander. Dann setzte er sich an das eine Ende der Bank und hob ihren Kopf auf seinen Schoss. Während seine eine Hand ihre Wange hielt, ruhte die andere auf ihrem Bauch.

Es war so simpel.

My favorite Pirelli-Girls 2012 (shot by Mario Sorrenti)…

via front-row-view

Polaroids by HELMUT NEWTON

Seit dem 10. Juni zeigt die Helmut Newton Stiftung die Ausstellung Helmut Newton Polaroids. (via zeit.de)

LOVE at first SIGHT

Männer sind primitiv. Das denken wir Frauen zumindest. Eine Studie hat nun belegt, dass wir uns scheinbar vorerst an die eigene Nase fassen sollten.
Liebe auf den ersten Blick gibt es - keine Frage! Wir Frauen zelebrieren jeden ersten Blick. Wir sind eben schnell in Wallung zu bringen.

So schaut die Frau beim Pornogucken dem Darsteller als erstes in den Schritt - aha!
Der Großteil der Männer sehen dem Pornohäschen tatsächlich zunächst tief in die Augen - oh Gott!

Was Männer in Umfragen stets beharrlich behaupteten, scheint tatsächlich der Wahrheit zu entsprechen:
Weit vor Brüsten und Hintern steht das Gesicht an erster Stelle der imaginären männlichen Check-Liste.
Da scheuen wir keine Kosten und Mühen, um alles bestmöglich an Ort und Stelle zu hieven oder eben wegzuquetschen und letztlich ist das dem anderen Geschlecht völlig wurscht? Da haben wir diesem ganzen vermeintlichen Geheuchle umgehend den Rücken zugewandt und uns auf die Präsentation unserer sekundären Geschlechtsmerkmale konzentriert.
Mein Gott, was waren wir doch für Narrinnen!

Und tatsächlich: Wir sind noch schlimmer!
Bei einem Interview mit Angelina Jolie zählt jedes potenziell falsche Wort. Wir decken nach ausdauernder und höchst akribischer Recherche schadenfreudig auch jede bisher unentdeckt gebliebene SchönheitsOP auf - was jedoch Brad Pitt, George Clooney oder Johnny Depp neben dem heißen Blick, ihrem lässigen Gang und den äußerst knackigen Pobacken zu bieten haben, ist nun wirklich nicht so wichtig. Hauptsache sie grinsen oft genug verschmitzt in die Kamera, tauschen mit ihrer Filmpartnerin so viele heiße Küsse aus wie möglich oder schälen sich bestenfalls halbnackt aus den Fluten irgendeines Ozeans. Hauptsache ihre Performance am Lacken ist perfekt - oder zumindest dessen Illusion….

Wir suchen Versorger, Beschützer und Sexgott.
Ein Super-Brain wahrscheinlich vorrangig eher nicht.

Aber was soll nun dieser markierte erste Blick in das Gesicht der Sexbombe? Was versucht ihr Männer uns nur damit mitzuteilen?
Dass vielleicht Botox doch nicht so unterbewertet und verwerflich ist?
Oder noch besser: Ist alles unterhalb des Kinns nebensächlich und wir sollten uns endlich mal gehen lassen und den weibischen Rundungen wieder ihren alten Glanz zurückgeben?

Letztlich suchen wir alle doch nur gute Gene, die wir guten Gewissens weitergeben können.
Und dazu gehört neben der guten körperlichen Veranlagung eben auch die reine Seele und ein scharfer Geist.
Welche Seite sich nun um welchen Part zu kümmern hat, interessiert bei einem guten Resultat letztlich doch niemanden mehr…

Giovanna Battaglia in Vintage Stephen Sprouse

Giovanna Battaglia in Vintage Stephen Sprouse


LOVEEE the Pulli!!!

(via jakandjil) View high resolution

LOVEEE the Pulli!!!

(via jakandjil)

(via 10pointsforgryffindor)

(via 10pointsforgryffindor)

Sind wir nicht alle ein bisschen EXZENTRISCH???

Ok, ja: Wir sind alle durch die Bank mal mehr, mal weniger verhaltensgestört. Ob Mann oder Frau können wir diese Tatsache in wahrscheinlich keinem Falle wirklich von uns weisen. Doch vermutlich müssen wir diese Störungen je nach Geschlecht anders kategorisieren.
Auch wenn man selbstverständlich niemals alles über einen Kamm scheren sollte, lässt sich für jeden Trupp doch ein gemeinsamer Nenner finden:
Abweichungen des Normalverhaltens zeigen die meisten Männer aufgrund ihrer angeborenen Feigheit - während Frauen sich hin und wieder gerne um Kopf und Kragen reden.

Ja, wir Damen sind doch alle beste Freundinnen großer Worte. Naja, auf jeden Fall sind es meist reichlich davon…
Dass wir uns damit oft und leider erfahrungsgemäß unabwendbar die eigene Grube buddeln, bleibt vom Großteil der Damenwelt eigentlich unbeachtet. Denn über die Jahrhunderte haben wir eins mit Sicherheit gelernt: Egal in welche Sphären du dich schon gequatscht hast, es findet sich immer ein Weg heraus. Denn auch auf diesem Gebiet beweisen wir mal wieder unerschütterliche Willensstärke.

Weibliche Kommunikation besteht in erster Linie aus Intuition, viel Einfühlungsvermögen und profi-haftes Zwischen-den-Zeilen-Gelese. Wer das nicht beherrscht, wird eine Frau stets missverstehen. Und Achtung: Eine sich unverstanden fühlende Frau wird eigentlich immer zur Furie!
Auch wenn es uns manchmal selber nicht wirklich gelingt, von unserem Gegenüber und vor allem von dem Mann, den wir unter unsere Bettdecke lassen, wird das grundsätzlich erwartet…

Sprechen ist exzentrisch - und das heißt nichts anderes als: Der Text dezentriert das Subjekt.
In diesem Sinne sind wir Freundinnen der vielen großen Worte astreine Exzentrikerinnen. Auch wenn wir also gerne mal vom Mittelpunkt oder eben unserer allgemeinen Mitte abweichen, beweisen wir so doch auch nur unsere Mehrdimensionalität.
Exzentriker sind eben nicht nur extrem, bizarr und unbeständig, sondern schließlich auch ausgefallen, kapriziös und extravagant.
Nein, Attribute wie widerspenstig, bockig, störrisch oder sprunghaft bilden in unserem komplexen Sprachverständnis auf jeden Fall nicht das passende Pendant zur mehrdimensionalen Frau.

Trotz oder gar Garstigkeit passen nicht zu uns. Wer das behauptet, lügt!
Und schließlich haben wir den Männern ihre feige Eindimensionalität nicht verpasst!
Wer eine Frau liebt und wirklich glücklich machen will, muss ihre Sprache nun eben lernen. Dass das für den Mann ein äußerst kompliziertes Unterfangen darstellt, will ich hier wirklich nicht bestreiten.

Viel mehr soll hier denen Mut gemacht werden, die bereit sind, das schier Unmögliche möglich zu machen.
Ja, denn meistens brauchen wir hin und wieder doch mal eine Hilfestellung, um aus unserer eigenen Verwirrung wieder herauszufinden…

Janiza LOVES Balenciaga´s cut-out flat boots… 

(Spring/Summer 2011 - via front-row-view)

Die Mutter aller SÜCHTE!

Mit meiner Nagellacksucht habe ich mich ja bereits vor einiger Zeit näher auseinandergesetzt. Aber auch anderweitig bin ich durchaus suchtgefährdet: Ich bin süchtig nach Käse, Wärme, Kaffee und habe durchaus einen leichten Hang zum Alkohol. Meine Freundin kämpft jede Minute gegen ihre Schokoladensucht, die andere hängt täglich an mindestens 20 Zigaretten und mein bester Freund ist definitiv süchtig nach seinem allwöchentlichen Besuch bei Cosy-Wasch. 

Nein, das sind alles keine moralischen Schwächen oder kriminellen Zustände.
Alles in seinen Ausmaßen etwas verrückt, aber entschuldbar. Nichts Ungewöhnliches, nichts Verwerfliches oder wirklich Gesundheitsschädigendes…

Die Nagellack- oder Cosy-Wasch-Sucht ordnet die Medizin in die Gruppe der Impulskontrollstörungen oder Verhaltenssüchte ein. Ein solches impulsiv ausgeübtes Verhalten ist penetrant, zwanghaft und wird äußerst schnell automatisiert. Der Süchtige hat nun keine Chance mehr: Was er tut, kann er kaum noch kontrollieren und nur noch schwer verhindern.

Die zweite Suchtgruppe, zu der nun z.B. die Käse-, Schokoladen- oder Kaffee-Sucht gehört, bezeichnet der Mediziner als Abhängigkeitssyndrom - meist eben auch substanzgebunden… Nein, tatsächlich müssen wir keine Drogen nehmen, um mit den Kindern vom Bahnhof Zoo in eine Schublade gestopft zu werden!

Jede Sucht ist eine psychische Störung mit Krankheitswert und endet in einem zwanghaften Verhalten.
Doch jede Sucht bedeutet auch psychische Abhängigkeit.

Soweit so gut.
Ich kombiniere: Liebe ist also auch eine Form von Sucht, denn sie macht dich zwanghaft und psychisch abhängig. Wahrscheinlich ist sie sogar die schlimmste von allen. Denn vereint sie nicht alle Syndrome, Verhaltensstörungen und Abhängigkeitsstrukturen?!

Sucht ist ein prozesshaftes Geschehen - genau wie das Lieben.
Die wahre Abhängigkeit des Liebenden pirscht sich langsam schleichend heran und entfaltet ihr volles Krankheitsbild erst nach einem gewissen Zeitraum. (Wie groß dieser Zeitraum ist, entscheidet die Geschwindigkeit und Heftigkeit des Blitzeinschlages…)

Lieben bedeutet auch Glücklich-Sein.
Und Glück lässt den Körper bekanntermaßen in Sachen Botenstoffe zu Höchstleistungen auflaufen. Ja, und wie oben bereits dargelegt, sind Süchte oft auch substanzbezogen…

Ich bin süchtig nach Endorphinen und Oxytocin.
Ich bin süchtig nach Glück.

Der, den ich wirklich liebe, macht mich wahrscheinlich mindestens so abhängig wie das reinste Kokain oder die beste Pille.
Tja, und genau wie der armseelige Junkie sehen wir uns gerade zu Beginn oder zum Ende des Konsumverhaltens mit den größten Problemen konfrontiert: Denn jetzt verlieren wir die Kontrolle! Begehen wir diesen himmlischen Bewusstseinszustand das erste Mal oder müssen wir ihn tatsächlich für immer aufgeben, drehen wir durch. Wir verzichten auf die lebensnotwendige Nahrungsmittelzufuhr und sind innerlich so aufgekratzt, dass weder schlafen noch denken möglich ist.

Süchte wären in unserer Gesellschaft wahrscheinlich nicht so populär, wenn sie nicht genauso abartig wie überirdisch wären. Kontrollverlust und Abhängigkeit sind doch auch nicht immer einfach nur schlecht und ungesund.

Menschen fliegen ins Weltall - da ist die Reise in den siebten Himmel doch allemal legitim.
Und schließlich bedeutet Sucht doch letztlich nur die Suche nach einem anderen Bewusstseinszustand…


Wow, Girl: LOVEEE your hair!!!! (via jakandjil) View high resolution

Wow, Girl: LOVEEE your hair!!!! (via jakandjil)

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